Hello, hello how are You – Maher

Ich bin ein registrierter Ausländer in Indien! Nach meinem letzten Beitrag: Unser Freund der Xerox-Mann habt ihr eine ungefähre Vorstellung wie wir uns fühlen jetzt wo wir registriert sind. Das Beste: Wir dürfen endlich bei Maher anfangen. Doch bevor es für mich nach Pune ins Office geht, sollen wir die Organisation kennenlernen. Es geht für 4 Tage nach Vadhu Budruk und von dort in alle Häuser im Staat.

27. August 2015 (Donnerstag)

Es geht los im Maher Office in Pune. Wir treffen Mangesh. Mangesh ist ein Student der bei Maher aufgewachsen ist und heute für Maher arbeitet. Er wird uns in den nächsten Tagen alles zeigen 🙂
Nach einem Chai in Swagat, einem Kinderheim mit der Verwaltung Mahers und mein Arbeitsplatz für das nächste Jahr geht es in die anderen Häuser in Pune. Zuerst zu Sadabahar dem Arbeitsplatz von Anna-Lena und danach zu Premsagar dem Arbeitsplatz von Vanessa und Philipp.

Wir begeben uns mit Mangesh zurück in den Verkehr und fahren weiter nach Vadhu. Auf dem Weg machen wir halt an einem der organisierten Slums Punes. Mangesh erklärt, dass Maher diesen Slum mit Kleidung und Essen versorgt. Auch werden die Eltern dazu angeregt, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Da dies jedoch auf Grund hoher Schulgelder und mangelnder Disziplin auf Dauer keinen Erfolg hatte, eröffnete Maher eine kleine Schule im Slum. Dort unterrichtet eine Lehrerin Mahers nun einige Schüler/-innen.
Mangesh berichtet zwar von Drogenproblemen, mangelnder Hygiene und Bildungsproblemen betont jedoch, dass die Bewohner des Slums glücklich sind. Versuche Mahers Menschen aus dem Slum das Leben in anderen Gebieten zu ermöglichen schlugen fehl. Auch verlassen viele selbst dann nicht den Slum, wenn es Ihnen finanziell deutlich besser geht.
Wir verlassen den Slum und erreichen nach 30 Minuten Fahrt die Maher Zentrale in Vadhu Budruk. Dort angekommen begrüßt uns Sister Lucy, die Gründerin und Direktorin Mahers herzlich und wir beziehen unser Zimmer.

Nach kurzer Ruhephase werden wir in das Frauenhaus gerufen. Verwundert betreten wir das Haus. Alle Maher Kinder aus Vadhu haben sich versammelt. Wir werden gebeten uns zu setzen. Dann fangen die Kinder an für uns und unsere Familien zu singen und zu beten. Ein unfassbares Gefühl so liebevoll von doch so fremden Menschen empfangen zu werden und mein absolutes Highlight in Indien bis jetzt. Überwältigt gehen wir ins Bett.

28. August 2015 (Freitag)

Wir fahren nach Shiru. Dort besuchen wir einige andere Kinderhäuser Mahers. Wieder werden wir sehr herzlich mit Gesängen und Gebeten empfangen und mit Chai in jedem einzelnen Haus. Auf dem Weg zurück nach Vadhu besuchen wir den Beggars Slum. Ein wirklich beklemmendes Gefühl die Armut dort zu sehen. Menschen leben in sehr unhygienischen Bedingungen. Mangesh sagt, dass die Menschen hier alle Bettler seien und es extrem schwierig sei mit ihnen zu arbeiten. Maher hätte bereits viele Kinder zu sich geholt und einiges sei deutlich besser geworden. Um unsere Stimmung wieder aufzubessern zeigt uns Mangesh einen Tempel. Ein wunderschöner und friedlicher Ort.

Vanessa, Ich, Mangesh, Anna-Lena und Philipp (von Links)

Vanessa, Ich, Mangesh, Anna-Lena und Philipp (von Links)

29. August 2015 (Samstag)

Heute geht es in das Haus Vatsalyadhan. Eigentlich ist Vatsalyadhan kein Haus sondern ein sehr großes Gelände mit vielen Häusern für Kinder, ältere Menschen und geistig Behinderte Frauen. In Vatsalyadhan wird ein Großteil des Gemüses für Maher selber angebaut. Es ist ein friedlicher und ruhiger Ort. Die Kinder und Frauen dort scheinen zufrieden und sind alle sehr herzlich.

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Ein tolles Wochenende. Ich freue mich riesig am Dienstag mit der Arbeit bei Maher anfangen zu können.

 

Images (Vanessa, vanigoestoindia.jimdo.com )