Seit 10 Wochen in Indien

Liebe Spenderinnen, liebe Spender,

seit 10 Wochen lebe ich nun in Pune und es wird ganz dringend Zeit für einen ausführlichen Bericht von mir.

Vorab: Mir geht es gut und ich genieße meine Zeit in der Großstadt Pune. Meine Arbeit bei Maher macht mir sehr viel Spaß und ich wohne zusammen mit Vanessa, Nadine und Helena in einer sehr entspannten, schönen 4er WG. 

Eine kleine Zusammenfassung meiner Blog-Artikel:

A little Journey to India:
Am 13. August geht`s los in Frankfurt. Nach 8 Stunden Flug und kurzem zurecht finden auf dem Flughafen Mumbai`s stehen wir draußen. Es ist schwül. Verdammt schwül. Frankfurter Palmengarten mäßig schwül. Es geht schnell. Unser Fahrer Sandeep kommt und wir verteilten uns auf 3 Autos. Nach einiger Hektik sind wir auf den Straßen Mumbai´s. https://einjahr-indien.de/a-little-journey-to-india

Hello, hello how are You – Maher
Ich bin ein registrierter Ausländer in Indien! Nach meinem letzten Beitrag: Unser Freund der Xerox-Mann habt ihr eine ungefähre Vorstellung wie wir uns fühlen jetzt wo wir registriert sind. Das Beste: Wir dürfen endlich bei Maher anfangen. Doch bevor es für mich nach Pune ins Office geht, sollen wir die Organisation kennenlernen. Es geht für 4 Tage nach Vadhu Budruk und von dort in alle Häuser im Staat. https://einjahr-indien.de/hello-hello-how-are-you-maher/

Ganpati Festival Pune
Am Freitag ging es los. Das Ganpati Festival in Pune. Für 10 Tage wird der Hindu-Gott Ganesh – auch Ganpati („Gebieter der Scharen“) – besonders verehrt.https://einjahr-indien.de/ganpati-festival-pune/

Ein Tag bei Maher
Es gibt keinen Alltag bei Maher. Ich habe zwar theoretisch einen festen Tagesablauf, aber durch die Kinder und die vielen, vielen Feiertage ist jeder Tag hier anders. Ich stehe um 8 Uhr auf. https://einjahr-indien.de/ein-tag-bei-maher/

Wie es mir geht, wo ich wohne und wie ich mich eingelebt habe
Wie ihr wisst bin ich am 14. August in Mumbai gelandet und von dort nach Pune gekommen. Die ersten 4 Wochen haben alle Pune-Freiwilligen (6) zusammen in einem, von Deutschen Roten Kreuz vorgebuchten Gästehaus gewohnt. Es war eine unglaublich spannende und überwältigende Zeit. Alles war neu und ich habe in 4 Wochen ein ganz neue Lebensart kennen und lieben gelernt. Da wir die ersten 3 Wochen wegen dem Berg indischer Bürokratie noch nicht bei Maher arbeiten durften hatten wir sehr viel Zeit die Stadt zu erkunden und haben einen Trip in die Landschaft um Pune gemacht. Auch mussten wir langsam mit der Wohnungssuche anfangen. Wir haben uns entschieden zwei WGs zu gründen. Da wir uns alle sehr gut verstehen, war es aber nicht leicht eine aufteilung zu finden. Nachdem wir mehr oder weniger gelost haben stand fest, dass ich zusammen mit Vanessa, Nadine und Helena wohnen werde. Die Suche nach der passenden Wohnung ging also los und nach 2 Wochen haben wir die richtige gefunden. Nun wohnen wir zu 4. im Stadtteil Koregaon Park in der Burning Ghat Road. Die Wohnung ist in einem Altbau in der Ravi Raj Society, hat 2 Schlafzimmer, 2 Bäder (mit westlichen Toiletten *freu* ), einen Balkon und ein sehr großen Wohnzimmer mit offener Küche. 

Jeden Morgen um 9:30 fahre ich mit meinem Roller in den Stadtteil Vadgaon Sheri zu Maher. Über meinen „Alltag“ dort habe ich bereits einen Blog-Eintrag geschrieben: „Ein Tag bei Maher“ https://einjahr-indien.de/ein-tag-bei-maher/

Mir gefällt es in Pune und kann mir momentan gar nicht vorstellen in 7 Monaten wieder in Deutschland zu sein. Besonders die Menschen in Indien sind toll. Jeder hilft sich gegenseitig ohne irgendwelche eignen Vorteile daraus ziehen zu wollen. Ein schönes Beispiel dafür ist, dass sich Leute auf der Straße, die sich vorher noch nie gesehen haben, mit Bhaiya (Bruder) und Didi (Schwester) ansprechen. Auch den Umgang mit Religionen finde ich beispielslos. In Pune leben Hindus, Moslems, Juden, Christen und noch viele, viele andere Religionen friedlich und respektvoll miteinander. Gerade hier kann sich auch Deutschland ein rießiges Stück abschneiden.
Ich habe in den 10 Wochen schon jetzt viel über Kulturen und den Umgang mit anders denkenden und fühlenden Menschen gelernt. Mir wird mit der Zeit immer bewusster, dass unsere Vorstellungen von den Kriterien eines Entwicklungslandes nicht umgedingt der Realität entsprechen und ich bin Euch, meinen Spenderinnen und Spendern, sehr dankbar dafür, dass Ihr mich und die Idee des Freiwilligendienstes weltwärts unterstützt. 

Solche Programme sind es, die eine Basis für interkulturelles Verständnis schaffen.

Dankeschön.